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Marina Stöckte - Winsen´s Sprung an die Elbe
Vom Planspiel zum Projekt
Der Stöckter Hafen an Elbe und Ilmenau war Mittelpunkt eines Planspieles der WLH. Oliver Köhnken, seinerzeit studentischer Mitarbeiter der WLH von der Hochschule 21 in Buxtehude (Studiengang: Bau- und Immobilienmanagement), befasste sich 2008 mit der Aufgabe einer Revitalisierung des historischen Wirtschaftsstandortes. Vorgaben für das Planspiel „Marina Stöckte“ waren die Unterstützung der ansässigen Schiffswerft, die Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie eine möglichst hohe Wertschöpfung durch den Hafen als touristisches Ziel in der Region insgesamt. Unter Berücksichtigung vergleichbarer Hafenanlagen sowie aktueller Markttrends erstellte Köhnken eine umfassende Projektskizze.
Hier die drei wichtigsten Bereiche der Planungsskizze :
1. Die Werft stellt sowohl aus wirtschaftlicher wie auch aus historischer Sicht einen wichtigen Faktor dar. Hier ist ein ebenso sozial wie touristisch wertvolles Projekt angesiedelt:
Durch den Jugendhilfeträger Die Quäker-Häuser gGmbH soll mit Jugendlichen über zwei Jahre hinweg die „Melpomene“, ein 1895 auf der Boitzenburger Elbwerft gebauter Frachtensegler in Zusammenarbeit mit der Schiffswerft Eckhoff so hergerichtet werden, dass das Schiff im Rahmen von Maßnahmen der Jugendhilfe wieder in Fahrt gehen kann. Das Jugendhilfeprojekt ist vom Landkreis Harburg genehmigt. Die Finanzierung des Oldtimers ist auf gutem Wege, aber noch nicht gesichert. Auch die WLH beteiligt sich und ruft zu Spenden auf. Dazu haben wir im März 2009 ein Treffen der im Landkreis Harburg tätigen Service Clubs organisiert. Nähere Informationen zur "Melpomene hier
2. Der Hafen mit Marina, Traditionskai und Promenade für Einzelhandel und Handwerk aus dem maritimen Bereich, Gastronomie und Versorgungseinrichtungen für die Freizeitkapitäne mit den touristischen Attraktionen eines Schiffsanlegers für historische Schiffe, einem Holzdeck mit Verweil- und Aktionsfläche für z.B. Hafenfeste sowie einer kleinen Ferienhaussiedlung mit für die Elbmarsch typischen Stelzenhäusern. Auch an die Möglichkeit der Ansiedlung eines Fahrradhotels wurde gedacht mit der Zielgruppe Wasser- und Fahrradwanderer, denn der Elbdeich von Hamburg und die Ilmenau von Lüneburg sind für Radfahrer und Paddler attraktive Ziele.
3. Wohnen am Hafen in kleinen Einheiten auch für altengerechtes Wohnen in unmittelbarer Nähe mit Sicht auf den Hafen ist denkbar und wird gerade in dieser attraktiven Lage nachgefragt.
In Gesprächen mit heimischer und maritimer Wirtschaft wurde grundsätzliches Interesse an dem Konzept signalisiert. Ein intensiver Informationsaustausch mit den Eigentümern, Nachbarn, öffentlichen Institutionen, Vereinen und natürlich der Stadt Winsen/L. folgte, denn wie immer bei Planungen, die zu einer Veränderung des gewohnten Bildes führen können, überwiegt erst einmal Skepsis im Ort, die es durch Information und Aufklärung zu überwinden galt. Durch die weltweite Finanzkrise, die zunehmend auch zu einer Wirtschaftskrise geworden ist, sind die Investitionsplanungen vorübergehend ins Stocken geraten. Dennoch beschäftigen sich Investoren mit dem Projekt.




